haunibeinl

neue wege

mit althergebrachtem hab ich’s nicht so. gar nicht nämlich. und so wird alles schon aus prinzip anders gemacht, als es alle anderen machen. das ist jetzt zwar in der imkerei nicht ganz so schwer, weil es ungefähr so viele systeme zu imkern gibt, wie imker_innen (und natürlich ist ein jedes das beste). dennoch gibt’s auch da noch neue wege zu beschreiten.

aber erst mal, warum will ich alles anders machen? nun ja, wenn ich mir so die probleme der letzten jahre in der imkerei ansehe, drängt sich mir der verdacht auf, dass es hier nicht mehr um die pflege der bienen geht, sondern um das in schach halten der krankheiten. diesen eindruck bekommt mensch auch beim lesen von fachbüchern. faulbrut, nosema, varroa, wachsmotte, stockkäfer, bienenruhr, colony collapse disorder… ja und mit viel glück kommt zumindest ein teil der völker über’n winter und produziert noch honig.

alteingesessene imker_innen sind selten von „neuen ideen“ begeistert. so wird das nicht gemacht, sondern so, wie es schon immer gemacht wurde. weil früher war ja alles besser. aber mal ganz ehrlich, wir stecken gerade in einer krise. sogar die medien sind mittlerweile (zumindest am rande) mit dem thema bienensterben beschäftigt. sicher sind die meisten probleme in der imkerei nicht hausgemacht, aber da mit den alten methoden die lage offensichtlich nicht unter kontrolle gebracht werden kann, braucht es dringend frischen wind im bienenstock.

los geht’s, mit der beflügelnden energie und motivation, etwas neues auszuprobieren. mit pinsel und leinöl werden die beuten bearbeitet. ein geräteschuppen wird zur bienenhütte umgebaut. ein blumengarten wird angelegt, baumscheiben mit blühender gründüngung versehen, blumenwiesen gesät. noch sind keine bienen da, aber im kopf, da summts schon…

der „frische wind“ lässt sich leider nicht in kürze beschreiben, dazu wird es eine menge eigener artikel geben. nur vorweg ein kurzer equipment-check: magazinimkerei, rähmchenmaß breitwabe, vollholzbeuten, ausschließlich vollzarge, zwecks einheitlicher maße. zum vergleich der arbeitsweisen installiere ich zusätzlich drei trogbeuten, mal sehen, wie das funktioniert. soweit mal zur grundausstattung.

verwirrt? gut. dann kommt noch mehr: auf mittelwände will ich verzichten, das zauberwort heißt naturbau. trotzdem auf beweglichen rähmchen, mit dreiecksleisten als richtungsweiser für den wabenbau. und das ziel der sache soll sein: das imkern mit der kleinen zelle.

was das alles genau bedeutet, kommt wie gesagt noch in anderen geschichten. für alle fachbegriffe hab ich ein kleines glossar eingerichtet, damit sollten sich einige unklarheiten hoffentlich beseitigen lassen. ich bin nämlich schon etwas im rückstand mit dem schreiben und muss erst mal alles auf den aktuellsten stand bringen… denn der erste schwarm kommt bestimmt!

Dieser Beitrag wurde am 21. Mai 2012 um 10:20 veröffentlicht. Er wurde unter Uncategorized abgelegt und ist mit , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

2 Gedanken zu „neue wege

  1. „Rähmchenmaß Breitwabe“? Dazu konnte ich auch im Glossar nichts finden und in der Beutenbeschreibung… Ich kenn inzwischen DNM, Zander, Dadant etc- aber „Breitwabe sagt mir nix. Wie breit und wie hoch ist so ein Rähmchen denn dann?

    Und: seit ich jetzt ein wenig in Deinem Blog gestöbert habe (ganz durch bin ich noch nicht) freue ich mich noch mehr über das dicke Lob für mein blog :-)
    Denn diesen finde ich ziemlich klasse- sehr verständlich, sehr informativ und dann auch noch unterhaltsam geschrieben! Nur die fehlende Großschreibung macht mir’s etwas schwer….

    • hej hej fjonka,
      lieben dank auch dir für das lob! ja die genaue größenangabe hab ich mir (und den leser_innen) erspart, weils ja so viele gibt… breitwabe wird hauptsächlich in österreich verwendet, deshalb wirst du noch nichts davon gehört haben. die maße sind 426x255mm außen (also kann die wabe maximal 420x220mm groß sein). ein recht großes maß, etwas kleiner als dadant. die form soll angeblich besser als andere sein für den naturbau, ausserdem verwendet mein buddy-imker auch dieses maß, dadurch kann ich mit ihm im notfall rahmen tauschen – und immerhin wars dadurch möglich, einen ableger von ihm zu kriegen, weil da sind ja rähmchen mit brutwaben dabei.
      früher haben die imker_innen die sachen alle selber gebaut, daher kommt wahrscheinlich die vielfalt an maßen – siehe hier
      ligru max

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